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Madeira
Land: Portugal
Region: Madeira
Hauptstadt: Funchal
Fläche in Quadratkilometer: 795
Mögliche Zielflughäfen:
FNC Funchal
ca. Flugzeit nonstop:
ca. 4 Stunden
Landschaftliche Besonderheiten
Madeira liegt etwa 450 km von den Kanarischen Inseln entfernt, 600 km von Afrika und 900 km vom portugiesischen Festland. Die Insel entstand durch vulkanische Eruptionen.
Durch die Brandung des Meeres sind bizarre Felskliffs entstanden, das Cabo Girao zählt mit 580m zu den höchsten Steilküsten der Welt. Am Fuß der Felswände und in den Mündungsbereichen der Täler entstanden schmale Küstenebenen, auf denen an der windgeschützten Südseite Bananen und tropische Obstbäume gedeihen.
Die Insel ist von tiefen Schluchten durchzogen, die durch reißende Gebirgsbäche entstanden sind. Da die Quellen der Bäche die Wasserkanäle der Insel speisen, führen die Bäche nur noch nach starkem Regen Wasser. Im Inselinneren finden sich üppige Wälder, in denen die Kanarische Weide, der Gagelbaum und Lorbeergewächse gedeihen.
Die Bergrücken sind wesentlich trockener als die Schluchten. Sie sind bis in rund 500m dicht besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Weiter oben bildet sich häufig Passatnebel. Auf der Hochebene Paul do Serra (1300-1500m) ist die Vegetation sehr spärlich. Aufgrund der generell hohen Niederschlagsmenge im Gebiet der Hochebene haben sich hier Tümpel und Moore gebildet.
Die höchste Erhebung im Inselinneren ist die zentrale Bergkette mit ihren bis zu 1800m aufragenden Gipfeln, die sich in Ost-West-Richtung über Madeira erstreckt. Sie ist zugleich Klimascheide. Das Gebirge fällt zur Südküste hin wesentlich flacher ab als zur Nordküste. Aus diesem Grund liegt nahezu die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche auf der Südseite. Auf Madeira werden vorwiegend Wein, Bananen und Schnittblumen angebaut. Die Bewirtschaftung findet zumeist auf unzähligen, winzigen Terrassenfeldern statt.
Klima
Mildes suptropisches, ausgeglichenes Klima mit relativ geringen Temperaturunterschieden. Das Klima ist ganzjährig frühlingshaft mild.
Im Sommer ist es selten wärmer als 30 Grad, meist um die 25 Grad. Im Winter betragen die Temperaturen um die 19 Grad. Die Sommermonate sind regenarm, im Winter gibt es dagegen ausgiebige Regenschauer.
Im Inselinneren und in den Bergen muss das ganze Jahr mit anhaltenden Regenfällen gerechnet werden.
An der Nordküste ist es immer etwas kälter als im Süden, dort fällt auch der meiste Regen.
Wassertemperaturen: 17 Grad (Januar-April), 22 Grad (August-September).
Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsbürger einschließlich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können mit einem gültigen oder seit höchstens einem Jahr ungültig gewordenen Personalausweis oder Reisepass nach Portugal einreisen.
Alleinreisende Jugendliche sollten eine beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitführen.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Bitte erkundigen Sie sich vor Antritt der Reise bei Ihrer Fluggesellschaft.
Deutsche Vertretung/Botschaft/Konsulat
Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Leiter Honorarkonsul Ricardo Dumont dos Santos
Largo do Phelps 6, 1
9050-025 Funchal
Telefon: 00351 291 22 03 38
Telefax: 00351 291 23 01 08
E-Mail: funchal@hk-diplo.de
Sprache
Die Landessprache ist Portugiesisch. Viele Einheimische sprechen auch sehr gut Englisch, besonders in Funchal und in den Urlaubsorten. In den Hotels und Restaurants in Funchal wird häufig auch Deutsch gesprochen.
Zeitverschiebung
Westeuropäische Zeit. Es ist eine Stunde früher als in Mitteleuropa.
Landesvorwahl nach
Deutschland: 0049
Österreich: 0043
Schweiz: 0041
Landesvorwahl von
Deutschland, Österreich und Schweiz: 00351
Mobiltelefon
Dualbandnetz GSM 900 und 1800. Netzbetreiber: Optimus, Vodafone und Telecomunicacoes Moveis Nacionais (TMN).
Gesundheitsbestimmungen
Für die Einreise nach Portugal sind keine Impfungen vorgeschrieben. Die Standardimpfungen (z. B. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten) gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und gegebenenfalls vervollständigt werden.
Währung
Seit 2002 gilt der Euro. Geldautomaten für EC- und Kreditkarten gibt es in allen Orten und größeren Feriensiedlungen. Fast alle Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kreditkarten.
Stromspannung und Adapter
Üblich sind 220 V Wechselstrom und Zwei-Stift-Stecker.
Sicherheitshinweise
Verzichten Sie darauf Ihre Wertsachen und große Geldbeträge mit sich herumzutragen; deponieren Sie diese im Hotelsafe. Allzu sorgloser Umgang mit Handtaschen, Brieftaschen, Kameras etc. sollte vermieden werden. Meiden Sie nachts abgelegene Straßen und Strandabschnitte.
Von allen wichtigen Dokumenten sollte man Kopien machen und diese mit einem Sicherheitsgeldbetrag getrennt von der Reisekasse und den Originaldokumenten aufbewahren.
Verkehrsmittel
Öffentliche Busse:
Alle Orte und fast alle Ausflugsziele werden von öffentlichen Bussen angefahren. Allerdings gibt es 5 verschiedene Busgesellschaften, die sich in den angesteuerten Inselbereichen unterscheiden. Alle öffentlichen Busse starten von der Avenida do Mar oder in deren Nähe in Funchal. Busfahrpläne sind in den Büros der Touristeninformation Turismo in Funchal und bei den Informationsschaltern der Buslinien erhältlich. Achtung: An einigen Feiertagen verkehren die öffentlichen Busse nicht.
Taxis:
Die Taxis sind leicht erkennbar durch ihre gelbe Farbe mit einem blauen Randstreifen. Sie haben einen Taxameter, der aber nur im Stadtbereich eingeschaltet werden muss. Für Fahrten zwischen den Orten gibt es Richtpreise, die man vor Fahrtantritt erfragen sollte.
Ausflugstipps
Grotten von Sao Vicente: Sao Vincente ist ein bezauberndes kleines Städtchen in geschützter Lage an der Nordküste. Ein liebliches fruchtbares Tal zieht sich bis in die Höhe des Encumeada Passes. Die Höhlen von Sao Vicente liegen am linken Flussufer von Sao Vicente an einem Ort, der 'Pe de Passo' genannt wird. Sie sind aus Vulkanstein und setzen sich aus einer Serie von Lavaröhren zusammen, die aus einer Eruption vor mehr als 400.000 Jahren entstanden sind. Dieser Komplex von Vulkansteintunneln erstreckt sich über mehr als 1000 m und ist bis heute der größte dieser Art auf der Insel Madeira. Der Besucherweg hat eine Länge von 700 m, und man benötigt rund 30 Minuten für eine Besichtigungstour. Im Innenbereich gibt es Stalaktiten aus Vulkanstein, Lavaanhäufungen, die man Lavakuchen nennt, und den sog. Wanderfelsen (ein Stein, der von der Lava getragen wurde, bis er wegen seines Umfanges in einem der Lavakanäle steckenblieb) zu bewundern - eine beeindruckende Wanderung durch das Innere der Erde.
Gärten und Parks: Die Insel Madeira ist in der ganzen Welt berühmt für ihre Naturschönheiten und wird deshalb oft auch der schwimmende Garten des Atlantiks genannt. Neben den phantastischen Naturlandschaften der Insel gibt es eine Vielzahl von prächtigen Gartenanlagen und Parks, die alle mit viel Aufwand gepflegt werden und wo unzählige, außergewöhnliche Blumen, Pflanzen und Bäume zu sehen sind. Im Jahr 2000 hat Madeira - repräsentiert durch die Stadt Funchal - die Goldmedaille im europäischen Wettbewerb "Blühende Städte und Dörfer" erhalten.
Funchals historisches Zentrum: Der tiefe Naturhafen und ein hervorragendes Klima in Verbindung mit einer privilegierten geographischen Lage waren die Hauptgründe für den schnellen Bevölkerungszuwachs in Funchal in den ersten Jahrhunderten nach der Entdeckung.
Um die Stadt Funchal zu erkunden, benötigt man mehr als nur einen Tag, denn sie ist unglaublich reich mit einem natürlichen und baulichen Erbe gesegnet, was eine ausführliche Besichtigung lohnenswert macht.
Von der florierenden Zuckerstadt des 15. und 16. Jahrhunderts bis heute haben viele geschichtlich bedeutende Gebäude die Zeit überlebt. Im Zentrum sind die Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten gut erhalten, alte Plätze und Straßen sind wunderschön mit schwarzweißen Basaltmosaiken belegt. Die Stadt bietet gute Einkaufsmöglichkeiten mit vielen Fußgängerzonen sowie Parks, Museen, Kirchen und Quintas.
Pico do Arieiro: Das Aussichtsplateau eines der höchsten Gipfel Madeiras inmitten des Hochgebirges bietet einen weiten Blick über die ganze Insel.
Monte: Der Wallfahrtsort Madeiras liegt oberhalb Funchals mit der Kirche Nossa Senhora do Monte, die Heimstatt der Inselpatronin. In der Umgebung gibt es schöne, gepflegte Parks. Von Funchal gelangen sie mit der Seilbahn nach Monte und talabwärts fahren die berühmten Korbschlitten.
Baden und Erholung
Auf Madeira gibt es schmale, sehr grobkiesige Strände. Der einzige Sandstrand ist Prainha an der Ostspitze. Felsbadeplätze mit Lavapools dienen als Ersatz.
In Funchal, Canico und Porto Moniz gibt es öffentliche Badeanlagen mit Schwimmbecken, Umkleidekabinen, Duschen, Bars und Restaurants. Auch in anderen Orten gibt es einfache Naturschwimmbecken.
Nacktbaden ist in Portugal verboten und wird polizeilich geahndet.
Wellenreiten ist an Madeiras Küsten sehr beliebt.
Tauchbasen gibt es in Funchal, CaniŤo und Machico.
Große Küstenabschnitte stehen unter Schutz und das Wasser ist relativ sauber.
Trinkgeld
Üblich ist ein Trinkgeld in Höhe von 5-10% des Rechnungsbetrages.
Zimmermädchen ca. EUR 3,- pro Woche, Gepäckträger ca. EUR 0,50 pro Gepäckstück.
Kleidung
Von Juli bis September genügt für die Küstenregion Sommerkleidung. In den restlichen Monaten sollte man zusätzlich Pullover, Windjacke und Regenschutz mitnehmen. Bei Wanderungen in den Bergen ist das ganze Jahr mit Regen zu rechnen. Im Winter können im Bergland im Landesinneren Temperaturen um 0 Grad und auch Schnee auftreten.
Sport
Die wohl, vor allem bei den Urlaubern, beliebteste körperliche Betätigung auf Madeira sind die Wanderungen entlang der Levadas. Diese Wasserkanäle überziehen die Insel in alle Richtungen (über mehr als 2.000 km) und sind der ideale Weg, um Madeira mit allen seinen Naturschönheiten kennenzulernen. Unter den angebotenen Wanderungen ist für jede Vorliebe und für jede Kondition etwas dabei. Es gibt einfache Wanderungen, die nicht mehr als ein Sonntagsspaziergang sind, mittelschwere, schwierige und ganz schwierige sowie herausfordernde Berg- und Gipfelwanderungen für die Profis. Einen guten Rat möchten wir Ihnen jedoch mit auf den Weg geben. Nehmen Sie die beschriebenen Schwierigkeitsgrade dieser Wanderungen ernst, wenn Sie uneingeschränkt in den Genuss von Natur pur kommen wollen!
Anhänger des Golfsports finden auf der Insel zwei hervorragende 18-Loch Golfplätze: den Santo da Serra Golf und den neueren Palheiro Golf, beide landschaftlich fantastisch gelegen und mit spektakulären Aussichten. Allerdings benötigt man bei beiden die gut trainierten Wadenmuskeln einer Bergziege.
Auch für Tauchenfans ist hier gesorgt. Tauchreviere gibt es entlang der Südküste in Funchal, Garajau, CaniŤo de Baixo und Machico. Empfehlenswert ist Tauchen dort aber nur von Mai bis Oktober. Nur in CaniŤo de Baixo haben die Tauchbasen das ganze Jahr geöffnet.
Weitere Wassersportmöglichkeiten sind Windsurfen, Segeln, Kanu, Hochseeangeln und Wasserski (ab Funchal).
Essen
Obwohl Vorspeisen nicht gerade ein Schwerpunkt auf dem Speisezettel der Einheimischen sind, wird Ihnen überall auf der Insel das warme Bolo do caco, ein typisches Weizenmehlbrot, das auch auf Volksfesten und sonstigen religiösen Festlichkeiten angeboten wird, auf den Speisekarten begegnen.
Für alle, die gerne Fleisch essen, gibt es eine ganze Reihe von regionalen Spezialiäten, wie zum Beispiel Espetada, Carne de vinho e alhos, Picado und anderen köstlich gegrillten Fleischgerichten (hauptsächlich Hühnerfleisch, Schweinekoteletts, Rindfleischsteaks). Am bekanntesten ist wohl der Espetada, ein Spieß mit großen Rindfleischstücken, die traditionell auf einem Lorbeerstab gegrillt und mit Knoblauch und Salz gewürzt werden. Die Basis für Carne vinho e alhos, sehr beliebt bei den Einheimischen zu fast jeder Gelegenheit, ist geschnetzeltes Schweinefleisch, das mindestens einen Tag lang in einer Mischung aus Knoblauch, Weinessig und Lorbeer marinieren muss, bevor es in der gleichen Soße gekocht wird.
Milho frito - köstliche, fritierte Maismehlwürfel - ist die favorisierte Beilage zu einem Fleischgericht. An Gemüsen, die in der Regel recht einfach zubereitet werden, findet man auf dem Speisezettel der Einheimischen vorwiegend, was auf Madeira wächst, wie Karotten, grüne Bohnen, Abobrinha (Kürbisart), Pimpinela, Erbsen und Süßkartoffeln. Salate gehören nicht unbedingt auf den täglichen Speiseplan der Einheimischen, und wenn es welchen gibt, dann besteht dieser meistens aus Blattsalat, Tomaten, geriebenen Karotten und vielen Zwiebeln.
Aufgrund der langjährigen Fischereitradition der Insel ist Fisch vom täglichen Speisezettel der Madeirenser natürlich nicht wegzudenken. Thunfisch, Espada (Degenfisch), Bacalhau (Stockfisch), Gaiado (ein regionaler Fisch, der wie Stockfisch behandelt wird) und Potas (einem großen Kalmar ähnlich) sind die Hauptakteure bei vielen Hauptgerichten. Traditionell wird Thunfisch erst in Olivenöl, Knoblauch, Salz und Oregano mariniert, bevor man ihn in der Pfanne brät und häufig zusammen mit einem gekochten Maismehlbrei auf den Tisch bringt. Diese Zubereitungsart des Maismehls wird von den Einheimischen oft auch als Beilage zum Espada mit gebratenen Zwiebeln bevorzugt. Was Sie unbedingt probieren müssen, ist der Espada mit Banane, eine gelungene und durchaus verträgliche Kombination! Aber lassen Sie sich trotzdem die vielen anderen, schmackhaften Zubereitungsarten von Espada nicht entgehen!
Nun zum Abschluss noch die Getränkespezialitäten Madeiras! Neben dem weltberühmten Madeirawein produzieren viele Bauern ihren eigenen Hauswein von verschiedenen Rebsorten - den so genannten Vinho seco (trockener Wein). Eine Spezialität in Bars in Camara de Lobos und Umgebung ist der Nikita, ein erfrischendes, süßliches Getränk aus Bier, Eiscreme und kleinen Ananasstücken. Auf Wunsch gibt es hiervon auch die alkoholfreie Variante! Das Nationalgetränk Madeiras, das Sie wirklich überall auf der Insel finden, ist allerdings der Poncha, den man kalt oder warm trinken kann. Wenn er Ihnen schmeckt und Sie dieses Getränk bei Ihren Freunden zuhause einführen wollen, hier das Rezept: Nehmen Sie eine gute Dosis Aguardente (ein Zuckerrohrschnaps) und vermischen Sie diesen mit Bienenhonig und frischem Zitronensaft (oder Orangensaft), alles gut durchschütteln und runter damit in einem Zug! Es geht nichts über einen hausgemachten Poncha - zu jeder Gelegenheit!
Unterhaltung
Unterhaltungsmöglichkeiten findet man vorwiegend in der Inselhauptstadt Funchal. Die Stadt bietet eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Diskotheken. Die meisten Nachtlokale befinden sich im Hotelviertel. Die großen Hotels haben ohnehin einen eigenen Nachtclub.
Post
Postämter finden Sie in allen Ortschaften, sie sind an dem Schild CTT (correiro, telefone, telegrama) zu erkennen. Die Öffnungszeiten sind gewöhnlich Mo. - Fr. von 09:00-12:30 Uhr und 14:30-18:00 Uhr, Samstag nur vormittags. Die Postfilialen bieten alle üblichen Postdienstleistungen und Telefonkabinen. Briefmarken kann man auch in vielen anderen Geschäften und an einigen Hotelrezeptionen kaufen.
Unsere Vertretung
Travel One-Madeira
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